Dyskalkulie – Gleichung

Dienstag 22. November 2011 von admin

Zumeist sind es nicht zu wenig Arbeitsmittel und Lernhilfen, nicht zu wenig Anstrengung, nicht zu wenig Zeit für Mathe.

Im Gegenteil ist die Rechnung oft eine andere:

  • viel Anstrengung + viel Zeit + Übungshefte + Lernhilfen => wenig oder nur kurzfristige Erfolge

Und das ist für Eltern und Schüler eine entmutigende, mitunter zu Resignation oder auch Verzweiflung führende Situation.

Mitunter gilt es daher auch – salopp formuliert – zu »entrümpeln«, wenn Lernspiele und CDs, Lernsoftware und Karteikarten, Übungshefte und zusätzliche Bücher allesamt im Einsatz sind.

»Viel hilft viel« stimmt hier nicht, nicht einmal lässt sich sagen »viel schadet auch nicht«.

Ganz wichtig für Mathe wie für anderes, erfolgreiches Lernen sind Selbstwert und Gefühl und die leiden mit der Zeit, wenn es (innerlich) heißt: Alles hilft nicht.

Im Laufe der Lerntherapie betrachten wir daher gemeinsam auch das Lernen zu Hause und wir stärken das Zutrauen durch einen effektiven und dann erfolgreichen Umgang mit Zahlen – und somit wird auch die Lern-Gleichung immer »richtiger«:

  • weniger Anstrengung + weniger Zeit + wenige, gezielte Lernhilfen => zunehmende Erfolge und Stabilisierung

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Helfen Übungshefte?

Sonntag 23. Oktober 2011 von admin

Häufig taucht für Eltern die Frage nach dem Sinn von zusätzlichem Übungsmaterial auf. Zum Beispiel in Form von Heften, die Inhalte zum Wiederholen und vertiefenden Üben anbieten. Zumeist erhalten die Schüler motivierende Sternchen, Smilies u. ä., wenn Übungseinheiten absolviert wurden.

Gut oder nicht gut?

In meiner Praxis erlebe ich zumeist, dass nicht das »Wieviel« bei Lernschwierigkeiten entscheidend ist, sondern vielmehr das »Wie«.
Beispiel Deutsch, Rechtschreibung: Wird jedes Mal auf`s Neue versucht, ein Wort nach seinem Klang aufzubauen, hilft häufiges Üben nicht dauerhaft – solange die Strategie nicht geändert wird.
Beispiel Mathe, Minusrechnen: Wird immer wieder neu Zahl für Zahl herunter gezählt, hilft häufiges Üben nicht dauerhaft – solange die Strategie nicht geändert wird.

Das kann dazu führen, dass vieles Üben insbesondere eines vertieft: die wenig effektive Lernstrategie.

Erst, wenn die Lerntechniken effizient und hilfreich sind, verhilft das Üben zu stabilen Erfolgen – dann aber ist zusätzliches Lernen häufig nur noch in Maßen nötig.

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