Hochbegabung

Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen benötigen, häufig bereits im Kindergarten, zumeist dann in der Grundschule, eine differenzierte Förderung.
Merkmale einer Hochbegabung können unter anderen sein:

  • großer Wortschatz
  • vielseitige Interessen
  • Spaß am Experimentieren
  • divergentes Denken, d. h. kreatives Denken, das zu neuen bzw. ungewöhnlichen Erkenntnissen führen kann
  • hohe Sensibilität
  • Langeweile bei Routineaufgaben
  • Philosophische Überlegungen, Fragen nach Gerechtigkeit

Im Kindergarten (und später) kann u. a. auch auffallen, dass es sich schwieriger zeigt, das Kind an Gruppen- bzw. Spielabläufe anzupassen, wodurch es viel Kritik erfahren kann. Hochbegabte sind nicht “automatisch” selbstbewußte Kinder. Auch in der Selbstwahrnehmung wird das “anders” mitunter als “falsch” erlebt.

In der Schule kann Unterforderung bei Kindern zu Auffälligkeiten wie Mangel an Motivation, geringer Aufmerksamkeit, Leistungsproblemen oder Rückzug führen.
Die besondere Begabung zeigt sich nicht immer in guten Noten und wird daher mitunter nicht erkannt. Der Begriff “Underachievement” beschreibt dieses Phänomen: Niedrige (Schul-) Leistung bei hoher Begabung. Gründe dafür können unangepasste Anforderungen ebenso wie ineffektive Lernstrategien sein. So schließt sehr gute Begabung auch eine Teilleistungsschwäche wie Legasthenie oder Dyskalkulie nicht aus.

Falls die Hochbegabung noch nicht durch einen Intelligenztest festgestellt wurde, der Verdacht jedoch besteht, kann in meiner Praxis ein Intelligenztest durchgeführt werden, dessen Ergebnis sowie Empfehlungen ausführlich besprochen und in einem Bericht festgehalten werden.
Bei Bedarf nehme ich Kontakt mit dem Kindergarten bzw. der Schule auf und berate die Eltern. Bei Lern- und Leistungsdefiziten bzw. zur Stärkung des Selbstvertrauens können die Kinder bzw. Jugendlichen Unterstützung von mir durch ein Lerntraining erhalten.