Dyskalkulie

Diagnostik und Therapie

Wiederkehrende Misserfolge im Rechnen können auf Dauer zu negativen Selbstüberzeugungen (»kann Mathe einfach nicht«, »bin zu dumm«, usw.) führen. Stress bzw. Angst führen dazu, dass Lernen vermieden/blockiert wird - eine negative Spirale beginnt, in deren Verlauf Schüler zunehmend entmutigt sind.

Dazu gehört auch, dass allein ein »Mehr« an Üben (z. B. durch zusätzliche Aufgabenzettel) oftmals keine dauerhafte Änderung bringt.
Der Grund: Für Schwierigkeiten sind in der Regel fehlerhafte Strategien verantwortlich; werden diese auch beim zusätzlichen Üben verwendet, ändert sich nichts.

Mögliche Hinweise auf eine Rechenschwäche:

  • Plus- und Minusaufgaben bzw. das 1×1 werden abzählend errechnet
  • Das Rechnen dauert auffallend lange
  • Üben bringt, wenn, nur vorübergehend Erfolg
  • Vermeidungsstrategien, um nicht rechnen zu müssen
  • Erklärungen werden abgewehrt, helfen nicht
  • Angst vor Mathearbeiten
  • immer wieder neues Errechnen, z. B. von 3+4
  • Zusammenhänge wie zwischen 3+4, 13+4, 23+4 usw. werden nicht erkannt, nicht umgesetzt
  • kleinere Mengen (Würfel, Bonbons, …) werden gezählt, nicht direkt erfasst

Diagnostik und Therapie

Ein Test ortnet die Rechenleistung in das Anforderungsprofil der jeweiligen Klasse ein und gibt Hinweise auf die Fehlerquellen. Damit kann aufgabenspezifisch der Föderbedarf in der Lerntherapie und beim Üben Zuhause festgestellt werden.

In der Lerntherapie werden Termine in der Regel zu Beginn (ca. 8-12 Wochen) einmal wöchentlich vereinbart, im weiteren Verlauf dann je nach Bedarf zwei, später ein Mal im Monat, da kurze Übungseinheiten rasch auch Zuhause durchgeführt werden können.

Ein Gutachten kann ggf. die Notwendigkeit gezielter schulischer Förderungsmaßnahmen bescheinigen.